Urlaubsplanung: Ist Untervermieten der beste Einbruchschutz?

So sehr sich Hauseigentümer auch auf den Urlaub freuen, ein wenig Unsicherheit bleibt immer. Schließlich ist die Urlaubszeit auch die Hochsaison für Einbrecher. Die spionieren gezielt Einfamilienhausiedlungen aus und schauen, welche Nachbarn für längere Zeit nicht zu Hause sind. Wer sein Eigenheim während des Urlaubs selbst zur Ferienwohnung macht, macht es den Verbrecherbanden hingegen schwer.

Wenn Hausbesitzer für längere Zeit in den Urlaub fahren, gerät die leere Immobilie schnell ins Visier von Einbrechern. Insbesondere in wohlhabenden Wohngegenden spionieren diese die Bewohner in der Urlaubssaison gezielt aus. Wenn der Parkplatz längere Zeit leer bleibt, der Briefkasten überquillt und auch abends kein Licht angeht, ist das für die Verbrecher ein sicheres Zeichen: Die Bewohner sind verreist.

Sicherheitsschlösser, Kameras und Alarmanlagen können helfen, die Eindringlinge abzuschrecken. Doch professionelle Banden kennen häufig einen Weg um die Sicherheitssysteme herum. Das ist jedoch kein Grund, auf längere Urlaube zu verzichten. In Ländern wie den USA ist Housesitting schon lange eine bewehrte Methode des Einbruchschutzes. Auf Plattformen wie www.trustedhousesitters.com können Eigentümer nach dem passenden Aufpasser für die eigenen vier Wände suchen. Der schaut entweder mehrmals täglich vorbei oder wohnt für die Zeit des Urlaubs im Haus.

Besonders praktisch ist das auch für Verreisende mit Haustieren oder vielen Pflanzen, die während des Urlaubs gegossen werden müssen. Sie bieten den Housesittern eine kostenlose Unterkunft, die passen im Gegenzug auf Ihr Haus auf, holen die Post rein und gießen Ihre Blumen. Wenn auch ein Tier im Spiel ist, sollten Sie natürlich darauf achten, jemanden zu finden, der mit diesem gut auskommt. Häufig bietet es sich dann an, jemanden aus der eigenen Stadt zu beauftragen, der sich vorher schon mal mit Ihrem Vierbeiner vertraut machen kann und den Sie für seine Dienste bezahlen. Hundebesitzer sparen sich so auch die teure Hundepension.

In Deutschland sind Portale wie Trusted Housesitters noch wenig bekannt. Allerdings gibt es auch alternative Wege, um an einen Housesitter zu kommen. Zum Beispiel, indem Sie im eigenen Bekanntenkreis rumfragen. Gerade Jugendliche und Studenten verdienen sich so gerne etwas dazu oder nutzen ganz einfach die Gelegenheit, um eine andere Stadt kennen zu lernen.

Oder Sie schlagen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe und verdienen sich sogar noch etwas dazu, indem Sie Ihre Immobilie ganz einfach über AirBnB oder andere Ferienwohnungsportale untervermieten. Sie können die Wohnung zum Beispiel für einen geringeren Preis einstellen, wenn die Bewohner im Gegenzug Ihre Post reinholen und Ihre Blumen gießen.

Egal auf welchen Weg Sie sich einen Housesitter holen, wichtig ist, dass Sie der Person vertrauen können. Vermieten Sie also nicht ohne vorher mit den Interessenten zu schreiben und Ihre Bedingungen klar zu machen. Auch eignet sich diese Methode nur für Urlaube. Wenn Sie längerfristig außer Haus sind, weil Sie zum Beispiel beruflich in eine andere Stadt müssen oder vielleicht Ihren Ruhestand im Ausland genießen wollen, bieten sich andere Optionen eher an.

Sie verlassen längere Zeit Ihre Immobilie und möchten wissen, welche Möglichkeiten Ihnen offenstehen? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

Foto: xload / Depositphotos.com

Wohnen auf dem Discounter

Bei Aldi könnte es bald nicht mehr nur Lebensmittel zu Tiefpreisen, sondern auch die passende bezahlbare Wohnung dazu geben. Denn Aldi Nord möchte in Berlin an 15 Standorten rund 2000 Wohnungen über den eigenen Filialen errichten. Und auch Lidl und andere Supermarktketten haben die Immobilienbranche für sich entdeckt.

Die ersten Aldi-Wohnungen in Berlin und Potsdam sollen bereits im Frühjahr nächsten Jahres fertiggestellt werden. Insgesamt sollen von den 2000 geplanten Wohnungen des Discounters ein Drittel als Sozialwohnungen genutzt werden. Mit 6,50 Euro pro Quadratmeter gilt hier der aktuelle Satz der Stadt. Aber auch die restlichen Wohnungen sollen nicht etwa teuer vermietet werden, sondern mit 10 bis 12 Euro pro Quadratmeter unter den durchschnittlichen Mietpreisen für Neubauwohnungen in den meisten Berliner Stadtteilen liegen. Auch gesetzliche Regulierungen wie der Berliner Mietendeckel halten die Discounter nicht vom Neubau ab.

Denn die Wohnungswirtschaft soll für Discounter wie Lidl und Aldi keineswegs ein neuer Geschäftszweig werden. Es geht den Unternehmen lediglich darum, Bauland besser zu nutzen. Denn das ist nicht nur für Wohn- sondern auch für Gewerbeflächen knapp. Durch den immer stärker werdenden Wohnraummangel, schreibt die Stadt Bauland eher für Wohnprojekte als für Handelsflächen aus. Um das eigene Filialnetz auszubauen, müssen Supermarktketten also kreativ werden. Neben Wohnungen entstehen über den Discountern unter anderem auch Hotels und Kindertagesstätten.

Die Verbindung von Supermarkt und Wohngebäude hat gleich mehrere positive Effekte. Dass der Bau von Wohnungen auf dem Discounterdach zu einer effektiveren Flächennutzung führt, dürfte sich von selbst verstehen. Aber auch für den Wohnungsbau macht der Supermarkt im Erdgeschoss durchaus Sinn. Schließlich sind Wohnungen im Erdgeschoss durch die Einbruchsgefahr häufig weniger beliebt. Außerdem haben die Bewohner so den Vorteil, den Supermarkt direkt vor – oder besser unter – der Haustür zu haben. Das ist insbesondere auch für ältere Menschen, die auf nahgelegene Versorgungsmöglichkeiten angewiesen sind, ein großer Vorteil.

Die Idee ist so einleuchtend, dass man sich fragt, warum Städteplaner nicht schon seit und eh und je daraufsetzen. Wenn auf jedem Supermarktdach in den überlaufenen Metropolen ein paar Wohnungen zu finden wären, könnten darin hunderttausende Menschen ein zu Hause finden. Tatsächlich wird die Konzeption der Supermarktfilialen durch die angrenzenden Wohnungen jedoch wesentlich komplexer. Schließlich sollen die Anwohner nicht durch laute Kühlanlagen und nächtlichen Lieferverkehr gestört werden. Um die Supermarkt-Logistik so leise wie möglich zu gestalten, müssen daher neue Technologien zum Einsatz kommen. In Köln beteiligte sich Rewe beispielsweise an einem Forschungsprojekt mit Elektro-LKWs.

Sie wollen lieber im Eigenheim als in der Mietwohnung über dem Discounter wohnen? Tragen Sie sich jetzt in unsere Suchdatenbank ein. Wir informieren Sie über passende Objekte und helfen Ihnen, Ihre Traumimmobilie zu finden.

Foto: Aldi Nord

Demographischer Wandel: So entwickelt sich Deutschland bis 2035

Wir werden älter und weniger – zumindest in den meisten deutschen Landkreisen. Das prognostiziert eine Studie des CIMA Instituts für Regionalwirtschaft und des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Über ein zuverlässiges Rechenmodell haben die Forscher berechnet, wie sich unsere Bevölkerung bis 2035 durch Geburten, Sterbefälle und Zu- und Abwanderung verändern wird. Wir erläutern die wichtigsten Trends – und wie sie sich auf das Wohnen auswirken.

Bereits 2002 begann die Bevölkerungszahl zu schrumpfen, weil es zunehmend mehr Sterbefälle als Geburten gab. 2011 wendete sich das Blatt dann noch mal: Zuwanderungsströme konnten die Sterbeüberschüsse ausgleichen und sorgten dafür, dass die Einwohnerzahl bis 2017 auf 83 Millionen Menschen stieg. Eine positive Bevölkerungsentwicklung soll es laut der Studie jedoch nur noch bis 2024. Danach schrumpft die Bevölkerung im Vergleich zu 2017 um knapp ein Prozent auf 82,3 Millionen Menschen.  

Das heißt jedoch keinesfalls, dass die Bevölkerung in allen deutschen Regionen bis 2035 zurückgeht. Denn schaut man genauer hin, sieht man, dass die Entwicklung je nach Stadt und Landkreis ganz unterschiedlich aussieht. Grundsätzlich gilt: In die Städte zieht es immer mehr Menschen, im Land geht die Bevölkerungszahl zurück. Das gilt insbesondere für die ländlichen Regionen in Ostdeutschland. Mit 16,5 Prozent kann Leipzig den größten Bevölkerungszuwachs erwarten. Der Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg hingegen mit 24,7 Prozent den stärksten Bevölkerungsrückgang. Natürlich gibt es aber auch Ausnahmen: Viele ländliche Regionen in Bayern und Baden-Württemberg können mit Bevölkerungswachstum rechnen, während die Einwohnerzahl in Städten wie Gelsenkirchen zurückgeht.

Was heißt das nun für das Thema „Wohnen“? Werden die Immobilienpreise in Regionen mit Bevölkerungswachstum automatisch steigen, während die in Regionen mit Bevölkerungszurückgang sinken? Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Schließlich spielt hier auch die individuelle Ausstattung und Versorgungssituation der Region eine große Rolle. Städte, die bisher noch viel Leerstand haben, können mit einem Bevölkerungszuwachs besser umgehen als Städte, die die schon jetzt nur geringe Leerstandsquoten haben. „Gleichzeitig wird die Bautätigkeit auch in schrumpfenden Regionen nicht plötzlich eingestellt werden“, prognostiziert Fabian Böttcher, der Leiter des CIMA-Instituts.

Das hängt unter anderem auch mit der Alterung der Bevölkerung zusammen. „Die Veränderungen in der Zusammensetzung der Bevölkerung sind fast noch wichtiger, als Zuwachs oder Rückgang der Gesamtbevölkerungszahl“, erklärt Böttcher. Demnach gibt es in vielen Regionen bald immer weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter, dafür aber immer mehr Rentner. Für ältere Menschen werden im Bezug auf die Wohnsituation dann auch Themen wie das barrierefreie Wohnen zunehmend wichtiger. Deshalb werden gerade in stark alternden Regionen mehr spezielle Wohnanlagen für Senioren entstehen.

Für Immobilieneigentümer bietet sich daher nicht selten ein barrierefreier Umbau an. Der erhöht nicht nur den eigenen Wohnkomfort im Alter, sondern kann auch im Fall eines Verkaufs zu einer deutlichen Wertsteigerung führen.

Sie wollen wissen, wie sich der Wert Ihrer Immobilie durch einen barrierefreien Umbau verändert? Kontaktieren Sie uns jetzt. Wir beraten Sie gerne.

Foto: © Berlin-Institut

,

Was Sie jetzt zur Grundsteuerreform wissen müssen

Bis Ende 2019 muss der Gesetzesgeber eine neue Regelung zur Berechnung der Grundsteuer festlegen. Dafür müssen sich Bundestag und Bundesrat auf ein neues Modell einigen. Nachdem es monatelang Uneinigkeiten innerhalb der Großen Koalition gab, hat diese sich nun auf einen Gesetzesentwurf geeinigt. Wir fassen zusammen, was Eigentümer jetzt wissen müssen.

Warum gibt es eine Grundsteuerreform?

Im April 2018 hatte das Bundesverfassungsgericht die bisherige Berechnung der Grundsteuer für verfassungswidrig erklärt. Die Bemessungsgrundlagen sind längst veraltet. Im Westen stammen Sie aus dem Jahr 1964 im Osten sogar aus dem Jahr 1935. Damit ergeben sich starke Ungleichheiten bei der Steuerverteilung, was laut Bundesverfassungsgericht gegen das Gebot der Gleichbehandlung verstößt. Das Gericht setzte als eine Frist: Bis Ende des Jahres muss eine neue Berechnungsgrundlage vorliegen. Ansonsten dürfen Kommunen die Steuern nicht mehr erheben. Dadurch würden ihnen 15 Millionen Steuergelder entgehen. Die neue Berechnungsgrundlage muss allerdings erst 2025 in Kraft treten.

Was sieht der Gesetzesentwurf der GroKo vor?

Für den Gesetzesentwurf ist Bundesfinanzminister Olaf Scholz zuständig. Er setzte sich für ein wertabhängiges Berechnungsmodell ein, bei dem neben der Grundstücks- und Gebäudefläche auch der Bodenrichtwert, der je nach Lage unterschiedlich ist, und der Ertragswert, der sich aus (theoretischen) Mieteinnahmen ergibt, in die Berechnung einfließen. Das klingt jetzt vermutlich erst mal kompliziert. Ist es auch – das sagen zumindest Gegner dieses Berechnungsmodells. Allen voran Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Der stellte sich gegen den Gesetzesentwurf von Scholz quer.

Das Resultat: Der Gesetzesentwurf, auf den die GroKo sich geeinigt hat, sieht nun eine Öffnungsklausel für die Bundesländer vor. Bundesländer, die mit dem Modell von Finanzminister Scholz nicht zufrieden sind, können somit ihre eigene Berechnungsgrundlage schaffen. Bayern sieht beispielsweise ein einfaches Flächenmodell vor. Hier sind die Einheitswerte wesentlich einfacher festzulegen: Entscheidend sind die Grundstücks- und die Gebäudefläche. Damit fallen für hochwertige Immobilien in guter Lage genauso hohe Steuern an wie für ältere Immobilien in schlechterer Lage. Scholz hingegen will mit seinem Modell eine gerechtere Steuerverteilung erwirken: Wer eine teure Immobilie hat, muss auch mehr zahlen. Problematisch wird das allerdings in teuren Städten wie München. Wenn Vermieter die Steuer auf ihre Mieter umlegen, werden die noch stärker belastet.

Was ändert sich konkret für Eigentümer?

Ziel der Grundsteuerreform ist es nicht, mehr Steuereinnahmen für die Kommunen zu schaffen. Die Berechnung wurde daher so angepasst, dass die Gesamtsteuersumme gleich bleibt – sie wird nur anders auf die einzelnen Immobilienbesitzer verteilt. Demnach lässt sich nicht pauschal sagen, ob in Ihrem konkreten Fall die Steuern steigen oder sinken. Das hängt zum Einen davon ab, wie viel Sie bisher gezahlt haben und zum anderen davon, ob das Bundesland, in dem Sie leben, sich nach der Regelung des Bundes richtet oder ein eigenes Modell einführt.

Sie wollen wissen, wie viel Ihre Immobilie wert ist? Kontaktieren Sie uns jetzt! Wir ermitteln den Wert gerne für Sie.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

Foto: ginasanders / Depositphotos.com

„Warum wollen Sie denn verkaufen?“ – Wie Sie souverän auf neugierige Käufer reagieren

„So ein schönes Haus! Warum wollen Sie das denn verkaufen?“, wer eine Immobilie verkauft, muss in den Anfragen per Mail und Telefon und spätestens bei Besichtigungen mit jeder Menge neugieriger Nachfragen rechnen, die mal mehr und mal weniger angebracht sind. Wir verraten, wie Sie darauf souverän reagieren.

„Wohnen Sie aktuell noch in der Immobilie?“

Das wichtigste gleich vorweg: In Mails und per Telefon ist es besser, mit Informationen, die sich nicht unmittelbar auf die Immobilie beziehen zurückhaltend zu sein. Verweisen Sie lieber darauf, dass Sie auf weitere Fragen bei der Besichtigung eingehen. Stellen Sie auch unbedingt sicher, dass es sich um einen ernsthaften Interessenten handelt, bevor Sie die genaue Adresse und ihre private Telefonnummer herausgeben. Sollten die vermeintlichen Interessenten Fragen dazu stellen, ob Sie aktuell noch in der Immobilie wohnen oder wie ihre Arbeitszeiten sind, ist Vorsicht angesagt, denn immer wieder kommt es vor, dass Einbrecher die Inserate auf Immobilienportalen nutzen, um auszukundschaften, wann eine Immobilie leer steht.

„Warum wollen Sie denn verkaufen?“

Wenn dann bei der Besichtigung die ersten neugierigen Nachfragen eintrudeln, ist es ratsam, locker zu bleiben. Hinter der Frage „Warum wollen Sie denn verkaufen?“, versteckt sich meist nur der Wunsch, unkomplizierten Smalltalk zu betreiben und nicht der geschickte Versuch, eventuelle Mängel aufzudecken. Sie müssen also keine Angst haben, etwas Falsches zu sagen. Wenn Sie wegen einer Scheidung, finanziellen Problemen oder aus sonstigen Gründen, über die Sie nicht gerne reden möchten, verkaufen, ist es auch völlig legitim nur auf „private Gründe“ zu verweisen. So zeigen Sie höflich, dass Sie nicht über ihren Verkaufsgrund sprechen möchten, er aber nichts mit der Immobilie selbst zutun hat.

„Und mit drei Kindern war Ihnen das nicht zu eng?“

Manchmal kann es sein, dass Interessenten durch ihre Nachfragen und Aussagen unbewusst Ihren Geschmack oder Ihren Lebensstil hinterfragen. Dann ist es wichtig, sich nicht persönlich angegriffen zu fühlen. Bleiben Sie ruhig und rechtfertigen Sie sich nicht. Häufig wollen Interessenten sich durch solche Fragen ein besseres Bild davon machen, wie es ist, in der Immobilie zu leben. Auch wenn Käufer danach fragen, ob der Lärm von der Straße nicht stört oder ob die Nachbarskinder immer so laut sind, ist es das Beste, ehrlich zu sein und zum Beispiel darauf hinzuweisen, dass die Geräusche zwar da sind, man sich aber schnell an sie gewöhnt.

„Muss hier im Winter viel geheizt werden und gibt es irgendwo Schimmel?“

Besonders bei Fragen nach möglichen Mängeln, ist Ehrlichkeit besonders wichtig. Gesetzlich sind Sie nämlich dazu verpflichtet, auch über nicht sofort ersichtliche Mängel aufzuklären. Sollte später herauskommen, dass sie bewusst gelogen oder Mängel verschwiegen haben, können Sie dafür haftbar gemacht werden.

Experten raten übrigens dazu, dass Verkäufer bei den Besichtigungen selbst gar nicht anwesend sind. So müssen Sie auch keine lästigen Fragen nach ihrem Privatleben beantworten und können die Aufklärung über mögliche Mängel dem Makler überlassen.

Sie wollen sich den Stress des Besichtigungsmanagements nicht antun? Kontaktieren Sie uns jetzt. Wir unterstützen Sie gerne beim Verkauf Ihrer Immobilie.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

Foto: Rawpixel.com

,

Immobilie geerbt: Ist die Eigennutzung zu teuer?

Viele Menschen freuen sich über eine geerbte Immobilie, weil Sie so endlich an das langersehnte Eigenheim kommen. Doch oftmals ist die Eigennutzung teuer. Damit Sie sich beim Einzug in die Erbimmobilie nicht verschulden, sollten Sie sich vorher diese Fragen stellen.

Wie viel Erbschaftsteuer muss ich zahlen?

Oftmals haben Erben keine andere Möglichkeit, als die Immobilie zu verkaufen, weil Sie sich ansonsten die anfallenden Erbschaftsteuer-Beträge nicht leisten können. Ehepartner und Kinder sind von der Erbschaftsteuer befreit, wenn Sie die Immobilie nach dem Erbfall mindestens zehn Jahre lang selbst nutzen. Auch für andere enge Verwandte wie Enkelkinder oder Nichten und Neffen gelten Freibeträge. Erben Sie von Ihrem Onkel oder Ihrer Tante liegt dieser aber beispielsweise nur bei 20.000 Euro. Die Immobilie ist höchstwahrscheinlich mehr Wert. Hinzukommt, dass die Steuersätze immer höher werden, je weiter entfernt Sie mit dem Erblasser verwandt sind.

Erben Sie beispielsweise von einer Tante eine Immobilie im Wert von 400.000 Euro, müssen Sie in Steuerklasse 2, in der Nichten und Neffen angesiedelt sind, 25 Prozent Steuern zahlen. Bei einem Freibetrag von 20.000 Euro, müssen Sie also 380.000 Euro mit diesem Steuersatz versteuern. Das ergibt eine Steuerzahlung von 95.000 Euro.

Ist noch eine Hypothek abzuzahlen?

Auch wenn Sie keine hohen Steuern zahlen müssen, ist es wichtig darauf zu achten, ob die Hypothek für die Immobilie bereits abgezahlt ist. Denn Sie erben nicht nur die Immobilie selbst, sondern auch die Schulden bei der Bank.

Muss ich meine Miterben auszahlen?

Wenn Sie nicht der Alleinerbe der Immobilie sind, können Sie nicht einfach so ohne das Einverständnis Ihrer Miterben in die Immobilie einziehen. Um der alleinige Eigentümer der Immobilie zu werden und frei darüber entscheiden zu können, müssen Sie Ihre Miterben auszahlen. Wie viel diesen zusteht, ist abhängig vom Wert der Immobilie. Diesen lassen Sie am besten von einem Immobilienexperten berechnen. Nicht abbezahlte Hypotheken fließen selbstverständlich auch mit in die Berechnung der Ablösesumme ein. Wenn Sie nicht sofort den vollen Betrag aufbringen können, ist es auch möglich, sich mit Ihren Miterben auf eine Ratenzahlung zu einigen oder einen Kredit bei der Bank aufzunehmen.

Sind teure Sanierungen notwendig?

Weiterhin raten Experten dazu, auch anfallende Unterhaltungskosten miteinzuplanen. Viele ältere Menschen haben Reparaturen und Modernisierungen am Haus in den letzten Jahren vor ihrem Tod schleifen lassen. So kann es sein, dass das Dach dringend erneuert werden muss, der Keller feucht ist oder durch schlechte Dämmungen im Winter hohe Heizkosten drohen. Größere Sanierungen am Haus können schnell in den fünfstelligen Bereich gehen. Es ist daher ratsam, die Immobilie vor Ihrer Entscheidung von einem Experten begehen zu lassen, der Ihnen sagen kann, welche Kosten auf Sie zukommen.

Der Unterhalt Ihrer Erbimmobilie ist Ihnen zu teuer und Sie wollen lieber verkaufen? Kontaktieren Sie uns jetzt. Wir beraten Sie gern.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

Foto: Elnur_ / Depositphotos.com

Spekulationssteuer: Die Kostenfalle in der Scheidung

In Deutschland müssen private Immobilieneigentümer nur in seltenen Fällen Steuern für den Verkauf Ihrer Immobilie zahlen. Besonders häufig trifft es Scheidungspaare, die Ihre Immobilie gerade erst gemeinsam erworben haben. Denn wer die frisch gekaufte Immobilie nicht lange genug bewohnt hat, muss mitunter Spekulationssteuer zahlen.

Was ist die Spekulationssteuer?

Die Spekulationssteuer wird auch Gewinnsteuer genannt und richtet sich hauptsächlich an Investoren, die Immobilien kaufen und schnell gewinnbringend weiterverkaufen. Versteuert wird grob gesagt die Differenz zwischen dem gezahlten Kaufpreis und dem Preis, zu dem die Immobilie später weiterverkauft wurde. Für die Spekulationssteuer gilt eine Zehnjahresfrist. Wer die Immobilie also länger als zehn Jahre besitzt, muss keine Spekulationssteuer zahlen. Für selbst genutzte Immobilien gibt es eine Ausnahmeregelung. Eigentümer müssen in diesem Fall nur im Jahr des Verkaufs und in den beiden vorrangegangenen Jahren in der Immobilie gelebt haben. Die Höhe der Spekulationssteuer richtet sich nach dem persönlichen Steuersatz des Verkäufers.

Ist der Verkaufspreis am Ende niedriger als der Preis, zu dem die Immobilie ursprünglich erworben wurde, fällt selbstverständlich keine Spekulationssteuer an.

Was müssen Scheidungspaare beachten, um keine Spekulationssteuer zu zahlen?

Auf den ersten Blick könnte man meinen, nur Scheidungspaare, die in den letzten drei Jahren nicht selbst in der frisch gekauften Immobilie gelebt haben, seien von der Spekulationssteuer betroffen. Allerdings kann für einen der beiden Partner auch Spekulationssteuer fällig werden, wenn er zwar insgesamt mehr als drei Jahre in der Immobilie gelebt hat, im Jahr vor dem Hausverkauf jedoch ausgezogen ist und somit die Bedingungen zur Steuerbefreiung nicht erfüllt.

Ebenso problematisch wird es unter Umständen dann, wenn ein Partner Alleineigentümer der Immobilie ist und nach der Trennung aus der Immobilie auszieht. Denn hier gilt wieder Selbiges: Lebt er im Jahr vor der Scheidung nicht in der Immobilie, fällt Spekulationssteuer an. Das gilt selbstverständlich nur dann, wenn die Immobilie sich weniger als zehn Jahre in seinem Besitz befunden hat.

Für Paare, die noch nicht lange genug in der Immobilie gelebt haben, bietet es sich also oftmals an, mit dem Verkauf zu warten. Doch tobt der Rosenkrieg, ist es den meisten Paaren kaum möglich, weiterhin unter einem Dach zu leben. Befindet die Immobilie sich im Gemeinschaftsbesitz und nur ein Partner zieht aus, muss am Ende auch nur dieser Partner beim Verkauf Spekulationssteuer zahlen.

Wenn ein Partner bereits ausgezogen ist, macht es für ihn daher oft Sinn, den Verkauf noch im selben Jahr über die Bühne zu bringen, um die Spekulationssteuer zu sparen. Damit das reibungslos klappt, muss der Verkauf gut vorbereitet werden. Mit einem Profi-Makler sind die Erfolgschancen hier am höchsten.

Um die optimale Lösung zu finden und so Steuern zu sparen, empfiehlt es sich, diese Thematik mit einem Steuerberater zu besprechen.

Sie überlegen Ihre Scheidungsimmobilie zu verkaufen und brauchen einen kompetenten Makler? Kontaktieren Sie uns jetzt. Wir beraten Sie gerne.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

Foto: Elnur_ / Depositphotos.com

Immobilienkauf früher vs. heute: War es damals wirklich leichter?

Der Weg ins Eigenheim erscheint vielen Deutschen momentan lang und beschwerlich. Die Preise werden immer höher und das Angebot immer geringer. Hätte man doch schon vor 10 Jahren den Kaufvertrag für die eigenen vier Wände unterzeichnet. Dann wäre alles so viel leichter gewesen. Aber stimmt das überhaupt?

Ob die Finanzierung einer Immobilie früher leichter war, hängt von mehreren Variablen ab. Zum einen ist das von Region zu Region unterschiedlich, zum anderen spielen neben den Verkaufspreisen für Immobilien auch die Finanzierungskosten und die Löhne eine Rolle.

Der Baufinanzierer Dr. Klein hat versucht, all diese Variablen in einer Formel unterzubringen und errechnet, wie viele Nettomonatsgehälter Käufer für eine durchschnittlich große Immobilie (150 m²) in zehn verschiedenen Metropolregionen 2017 im Vergleich zum Jahr 2007 ausgeben mussten.

Dabei wird schnell klar: Betrachtet man allein die gestiegenen Immobilienpreise, ist der Erwerb einer Immobilie definitiv schwerer geworden. Denn während man 2007 für 150 Quadratmeter im Durchschnitt noch 270.000 Euro gezahlt hat, waren es 2017 schon 380.000 Euro. Das ist ein Preisanstieg von rund 40 Prozent.

Auf die allgemeine Inflation schieben, ließe sich das nur, wenn die Löhne im gleichen Zeitraum ähnlich gestiegen wären. Das ist jedoch nicht der Fall. In den alten Bundesländern sind die Löhne nämlich nur um 19 Prozent gestiegen, in den neuen um 27 Prozent.

Allerdings haben die Forscher noch eine dritte Variable mit einbezogen: Die Bauzinsen. Durch die aktuelle Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank sind die seit 2007 stark gesunken. Während Immobilienkäufer auf ein Darlehen im Jahr 2007 im Durchschnitt 5,7 Prozent Zinsen zahlten, waren es 2017 nur noch 2,3 Prozent. Diese Entwicklung hat einen großen Einfluss auf die Finanzierung.

Insgesamt ergibt sich so nämlich, dass der Immobilienkauf – zumindest theoretisch – in neun der zehn untersuchten Metropolregionen leichter geworden ist. Zumindest müssen Käufer weniger Nettogehälter für die Finanzierung einplanen. In der Metropolregion Düsseldorf etwa benötigte man 2007 noch 142 Nettohaushaltsgehälter für eine 20-jährige Volltilgung der Immobilie. 2017 waren es nur noch 128. Nur in München, müssen Käufer im Vergleich mehr sparen. Hier benötigte man 2007 211 Monatsgehälter. 2017 waren es 237.

Aber heißt das, dass sich die heutigen Immobilienkäufer, wenn sie nicht gerade in München suchen, einfach nur nicht so anstellen sollten? Ganz so leicht ist es nicht, denn auch wenn man für die Finanzierung insgesamt weniger sparen muss, sind die Startbarrieren doch höher geworden. Schließlich ist es gängig, dass 20 Prozent des Immobilienpreises nicht nur einen Kredit, sondern durch Eigenkapital finanziert werden. Anstatt 54.000 Euro Eigenkapital für die zuvor erwähnte 150 Quadratmeter Durchschnittsimmobilie, brauchen Käufer nun 78.000 Euro.

Hinzukommt, dass auch weitere Kaufnebenkosten wie die Notargebühren und die Grunderwerbsteuer anteilig zum Kaufpreis steigen. Diese Kosten werden bei den meisten Finanzierungen nicht berücksichtigt und müssen also bereits zum Kaufzeitpunkt vorliegen. Käufer müssen heutzutage also mehr Geld angespart haben, bevor Sie auf der Suche nach Ihrer Traumimmobilie gehen. Der komplette Weg zum Eigenheim ist also nicht beschwerlicher geworden – nur der erste Schritt fällt heutzutage schwerer.

Sie sind auf der Suche nach einer passenden Immobilie in Ihrem Budget? Tragen Sie sich jetzt ganz unverbindlich in unsere Suchdatenbank ein und erhalten Sie die neusten Immobilienangebote bevor Sie auf den großen Plattformen online gehen.

Foto: Saintantonio21 / Depositphotos.com

Flyer, Plakate und Co.: Warum Sie beim Immobilienverkauf nicht nur auf Immobilienportale setzen sollten

80 Prozent der Immobilienkäufer in Deutschland stammen aus einem 15-Minuten-Radius der Immobilie. Wie könnte man diese Zielgruppe besser erreichen, als mit Werbung direkt vor Ort? Wer an Immobilienverkäufe denkt, hat heutzutage häufig nur die Inserate in großen Portalen vor Augen. Dabei zahlt Nachbarschafts-Marketing sich nach wie vor aus. Vorausgesetzt, es wir richtig gemacht.

Nachbarschafts-Marketing: Welche Möglichkeiten gibt es?

Flyer im Briefkasten, Aushänge im Supermarkt oder das „Zu Verkaufen“-Schild direkt vor der Haustür. All das haben Sie vielleicht schon mal in Ihrer Nachbarschaft gesehen. Der eine oder andere Flyer lag vermutlich auch schon in Ihrem Briefkasten.

Die potenziellen Käufer in Ihrer Nachbarschaft erreichen Sie am besten, indem Sie deutliche, visuelle Signale setzen. Ein „Zu Verkaufen“-Schild vor der eigenen Immobilie sorgt in der Regel für viele Kaufinteressenten, wenn es gut sichtbar platziert wird. Wichtig ist hierbei auch, dass Kontaktdaten gut lesbar sind. Schließlich müssen die Kaufinteressenten wissen, an wen sie sich wenden können. Profi-Makler geben hier ihre Telefonnummer an, damit sie für Interessenten direkt erreichbar sind. Für Privatverkäufer kann das nach hinten losgehen, wenn das Telefon nicht mehr aufhört zu klingeln. Sinnvoll kann es daher auch sein, die Käufer erst mal auf eine Website mit weiteren Infos zu verweisen.

Auf einem Flyer können Sie mehr Informationen unterbringen, als auf einem Schild. Ein gutes Foto ist hier wichtig, um das Interesse zu wecken. Schließlich haben die Interessenten die Immobilie in diesem Fall nicht vor sich, um sich selbst ein Bild zu machen. Weitere sinnvolle Informationen: Quadratmeterzahl, Grundstücksgröße, Energiehinweise, Zimmerzahl und natürlich der Kaufpreis. Um die ganze Nachbarschaft zu erreichen, ist eine große Anzahl an Flyern notwendig. Profis bringen je nach Nachbarschaft durchschnittlich 5000 Flyer in dem Umlauf. Die zu verteilen dauert eine ganze Weile. Bis zu sieben Stunden kann es dauern, die ersten 1000 Flyer in der Nachbarschaft zu verteilen. Deshalb kann es nicht schaden, Nachbarn und Bekannten einfach ein paar Flyer in die Hand zu drücken. Vielleicht ist die Tochter von Frau Müller von nebenan ja schon lange auf der Suche nach einem Eigenheim oder Herr Meier nimmt die Flyer mit zum nächsten Stammtisch. Auch Aushänge im Supermarkt mit einem Kurzexposé erreichen mit wenig Aufwand gleich mehrere Leute.

Warum ein Makler beim Nachbarschafts-Marketing nicht schaden kann

Sie ahnen es sicher schon: Diese Marketing-Aktionen müssen gut geplant sein und fressen einiges an Zeit. Wenn Sie daran denken, Ihre Immobilie zu verkaufen, haben Sie davon momentan vermutlich nicht viel übrig. Ein Makler weiß genau, welche Marketing-Aktionen ziehen und hat die Kapazitäten, sie schnell durchzuführen.

Und da wäre noch eine Sache: Wer privat an einen Nachbarn verkauft, macht das meist nicht zum besten Preis. Denn Nachbarn und Bekannte wünschen sich oft einen Freundschaftspreis oder vergleichen die Immobilie instinktiv mit der eigenen, für die sie vor 20 Jahren doch viel weniger gezahlt haben. Ein neutraler Dritter hat hier in Verhandlungen einen klaren Vorteil.

Sie brauchen Hilfe bei der Vermarktung Ihrer Immobilie? Kontaktieren Sie uns jetzt ganz unverbindlich. Wir unterstützen Sie gerne.

Foto: © Merlinul/Depositphotos.com

,

Nicht mal die Hälfte der Deutschen besitzt ein Eigenheim

Deutschland, das Land der Mieter. Ob die Bundesrepublik diesen Status wohl jemals verlieren wird? Schon lange ist bekannt, dass es in Deutschland nur wenige Immobilienbesitzer gibt. Anstatt zu kaufen, mieten die Deutschen lieber. Daran hat sich in den letzten zehn Jahren nichts geändert, wie aktuelle Zahlen zeigen. Mit einer Eigentümerquote von 47,5 Prozent steht Deutschland im europäischen Vergleich schlecht da. Doch woran liegt das?

Die Zahl stammt aus einer Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamts. An der repräsentativen Umfrage hatten 56.000 Haushalte teilgenommen. Nur 47,5 Prozent davon gaben an, über Haus- und Grundbesitz zu verfügen. Damit steht Deutschland im Europa-Vergleich schlecht da. Nur in der Schweiz ist die Eigentümerquote schlechter. In Frankreich leben 62 Prozent der Einwohner in eigen Immobilien, in Großbritannien sind es sogar 70 Prozent und in Finnland 74 Prozent.

Angeführt wird die Liste allerdings vor allem von verhältnismäßig wirtschaftsschwachen osteuropäischen Ländern. In Ungarn und der Slowakei leben 90 Prozent der Menschen im Eigenheim, in Rumänien sind es sogar 97 Prozent. Die europäischen Zahlen beziehen sich zwar auf die Bevölkerungszahl und nicht auf Haushalte. Da Eigentümerhaushalte in der Regel größer sind als Mieterhaushalte, fallen die Zahlen hier also etwas höher aus. Dennoch steht fest: Deutschland schneidet schlecht ab.

Das hängt vermutlich auch stark mit der Mieter-Mentalität der Deutschen zusammen. Zwar sind die Immobilienpreise in Deutschland wesentlich höher als in Rumänien. Allerdings verdient man hierzulande auch mehr. Es gibt mehrere Gründe dafür, warum viele Deutsche eher mieten als kaufen. Historisch gesehen wurde nach dem zweiten Weltkrieg stärker in Mietwohnungen als in Eigentumsimmobilien investiert. Auch die Kultur spielt eine Rolle: Wohneigentum nimmt in anderen Kulturen einen viel höheren Stellenwert ein. Frei nach dem Motto: „My home is my castle“. In Deutschland hingegen schätzen viele Mieter die Freiheit und Flexibilität.

Hinzukommt, dass Mietwohnungen hier einen viel höheren Standard haben als in anderen Ländern. Und nicht zuletzt machen die Banken es den Deutschen schwer, Wohneigentum zu finanzieren. Im Vergleich zu anderen Ländern wird hier ein wesentlich höherer Eigenkapital-Anteil gefordert. Sogenannte Subprime-Finanzierungen, die in anderen Ländern auch Geringverdienern Darlehen zu hohen Zinsen geben, sind in Deutschland eher untypisch. Das mag vernünftig sein, schließlich gehen Käufer hier ein großes Risiko ein sich zu verschulden und auch für die Banken entsteht ein unsicheres Geschäft.

Allerdings entgeht den Deutschen so auch die Chance, sich durch Immobilien eine sichere Altersrücklage zu schaffen. Schließlich sind Immobilien eine gute Wertanlage, die vor Inflation geschützt ist. Während das Geld für die Miete am Ende des Monats einfach weg ist, ist das Abzahlen des Darlehens eine gute Investition.

Sie suchen nach einer eigenen Immobilie? Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich in unsere Sucherdatenbank ein. Wir kontaktieren Sie bei passenden Angeboten und stellen den Kontakt zu seriösen Finanzierern her.

 

Foto: © scornejor/Depositphotos.com